Piercing

Der Stoff, aus dem Piercings sind

Das Material eines Piercings spielt, ebenso wie die Professionalität und Seriosität des Piercers und Studios, und die richtige Hygiene und Nachsorge, eine bedeutende Rolle. Nicht nur der ästhetische Aspekt, sondern auch gesundheitliche Eigenarten, Allergien oder andere individuelle Faktoren tragen erheblich zur Heilungsdauer und somit dem Gesamtergebnis bei. Bevor man sich entschließt, sich ein Piercing stechen zu lassen, sollte man sich vorher genau informieren und beraten lassen, welche Form und welches Material am besten passen!

Stecker, Stab oder Ring?

Piercings gibt es, je nach Körperstelle und eigenem Geschmack des Kunden, in allen Größen, Farben und Arten. So findet man am häufigsten das sogenannte Barbell-Piercing, ein auf einer Seite verschließbarer Stab, der beispielsweise für Augenbrauen- und Bauchnabelpiercings verwendet wird. Je nach Bedarf und Körperstelle lässt er sich anwinkeln und bildet so eine Kurve. Für Ohren, Nase oder Brustwarzen wird ein Ball Closure Ring verwendet, der durch das Loch geführt und zugeschraubt wird. Beide Formen sind in verschiedensten Größen und mit oder ohne zusätzlichen Schmuck, wie eingesetzte glitzernde Steine, erhältlich. Die Wangen, Lippen und Zunge werden meist mit einem sogenannten Labret-Stecker, ähnlich einem gewöhnlichen Ohrläppchenstecker, versehen. Je nach Wunsch und Preisklasse hat ein Kunde allerdings unendliche Möglichkeiten zur Gestaltung seines individuellen Piercings.

Gold, Silber und Natur

Was das Material angeht, kommt es meistens auf den Zeitpunkt an: Direkt nach dem Stechen eines Piercings sollte nur Schmuck verwendet werden, der einen bestimmten Nickelinhaltswert nicht übersteigt. Hierzu gibt es EU-weite Bestimmungen und Richtlinien. Titan ist das meistverwendete Piercingmaterial innerhalb der EU, dicht gefolgt von Zircon Gold. Natürlich gibt es Piercings, wie jeden Schmuck, auch in echtem Silber, Gold und anderen Edelmetallen. Für Modepiercings wird mittlerweile auch viel mit Kunststoffen gearbeitet. Für Ohrringe oder geweitete Piercings, sogenannte Tunnels, bieten sich auch Holz, Horn oder andere natürliche Stoffe als Schmuck an.

Eins ist jedenfalls klar: Möchte man ein Piercing, hat man die Qual der Wahl!